Ich habe mich über das definiert, was man sehen konnte: Kleidung, Urlaube, Autos, Statussymbole. Es war mir wichtig, im Außen zu gefallen. Rückblickend habe ich viel Energie darauf verwendet, ein Bild aufrechtzuerhalten, und wenig darauf, mich zu fragen, was ich eigentlich selbst will.
Dann wurde 2015 meine Tochter geboren. Plötzlich war da ein kleiner Mensch, der rund um die Uhr auf mich angewiesen war. Ich liebe sie über alles. Und trotzdem habe ich mich in dieser Zeit oft gefangen gefühlt. Meine Freiheit war nicht mehr selbstverständlich, und ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte.
Ungefähr zeitgleich habe ich meine Ausbildung zum Systemischen Coach an der EBS begonnen. Beides zusammen hat etwas in Gang gesetzt. Meine Sicht auf die Dinge hat sich verändert, und ein innerer Prozess begann, in dem ich mich Stück für Stück vom Außen abgenabelt habe. Weg von der Frage, wie ich wirken will. Hin zu der Frage, wer ich eigentlich bin.
Es hat gedauert, bis ich einen Weg gefunden habe, Beruf, Familie und meinen eigenen Raum zu vereinbaren. Aber ein Gefühl blieb: Da muss es noch etwas anderes geben.